Tutorial – SEO für Blogs

Während es ihn schon seit längerem gab und spätestens seit 1999 sein Siegeszug begann, ist er inzwischen Mode geworden und viele haben ihn: Den eigenen Blog.

Viele versuchen dabei für ihrem Blog auf eine denkbar einfache Weise zu mehr Traffic zu kommen: Durch gegenseitiges Loben und gleichzeitiges Bitten um Backlinks über die Kommentarfunktion.

Da Google & Co. jedoch die Kommentarbereiche von Webseiten ignorieren, bringt das so lange nichts, bis die jeweilige Website einen irgendwo im eigenen Content verlinkt.

Also sollte man zuerst auf seinem eigenen Blog das Möglichste tun, um von den Suchmaschinenalgorithmen nicht ignoriert oder herabgestuft zu werden und mehr Besucher zu erhalten:

1. Blog-Inhalte mit Mehrwert

In der Internetsprache nennt man es „Valuable Content“ oder einfach gesagt, ihr solltet auf eurem Blog euren Besuchern Inhalt mit Mehrwert liefern, den diese am besten woanders nicht so schnell oder gar nicht finden. Es nützt leider nichts eine toll designte Seite, wenn ihr nicht regelmäßig etwas Eigenes schreibt, was auch andere interessieren könnte. Und schreibt über etwas, das euch interessiert und wo ihr euch auskennt. So beugt ihr Schreibblockaden vor und generiert regelmäßig Inhalte.

2. CMS + kostenpflichtige Templates

Nutzt für euren Blog ein bekanntes Content Management System (CMS) und kostenpflichtige Templates von großen Anbietern und erfahrenen Autoren. Nischen-CMS und kostenlose Templates werden unregelmäßig oder gar nicht betreut und sind oft schlecht programmiert oder enthalten gar gefährlichen Code. Da Google & Co. ständig ihre Algorithmen optimieren, ist es unrealistisch zu glauben, man könnte zum einen seinen Quellcode und zum anderen auch noch seine Inhalte auf dem Laufenden halten, sobald der Blog einmal läuft. Der Tag hat leider nur 24 Stunden.

Beispiele für bekannte CMS-Systeme: WordPress, Joomla, Typo3
Beispiele für gute Template-Anbieter: themeforest.net, elmastudio.de

Ein Check, ob eure Seite frei von Malware ist: http://sitecheck.sucuri.net/scanner/

3. SEO-Plugin

Nutzt für euer CMS ein SEO-Plugin zur Unterstützung. Das meiste Wissen um die Suchmaschinenoptimierung kann euch ein gutes und ständig erweitertes SEO-Plugin abnehmen. Viele dieser Tools nutzen auch praktische Ampel-Icons, um euch auf Mängel auf Euren Seiten hinzuweisen.

Die beiden bekanntesten und ausgereiftesten SEO-Plugins für WordPress:

Passend dazu gibt es ein gutes Tutorial von Yoast: The Definitive Guide To Higher Rankings For WordPress Sites

Wenn ihr kein solches Tool nutzen wollt, hier eine Liste der üblichen Dinge, die Eure Seite erfüllen sollte. Das Schlüsselwort oder Keyword – auch Focus Keyword – ist dabei der Begriff, für den Ihr auf der jeweiligen Seite ein hohes Suchmaschinen-Ranking erreichen wollt:

  • Permalinkstruktur auf den Artikelnamen ändern.
  • Seitentitel und URL der Seite sollten identisch sein.
  • Seitentitel und URL der Seite sollten das Schlüsselwort enthalten.
  • Der Seitentitel sollte nicht zu lang sein, max. 70 Zeichen, jedoch am Besten min. 40 Zeichen.
  • Die Meta-Beschreibung der Seite sollte min. 120 bis ca. 140 Zeichen haben. Erlaubt sind hier 155 Zeichen, jedoch schließen Suchmaschinen noch das Datum der Veröffentlichung mit ein.
  • Auch die Meta-Beschreibung sollte das Schlüsselwort enthalten.
  • Das Schlüsselwort sollte im ersten Satz der Seite vorkommen.
  • Die Seite sollte ausgehende Links enthalten.
  • Alle ausgehenden Links sollten einen Titel im Klartext enthalten. Links, welche die URL als Titel enthalten werden von Suchmaschinen ignoriert/schlecht bewertet.
  • Die Seite sollte Bilder enthalten.
  • Alle Bilder sollten einen Titel im Klartext enthalten und gegebenenfalls eine Beschreibung.
  • Ein Bild sollte nach Möglichkeit das Schlüsselwort enthalten.
  • Unterüberschriften (H2 etc.) nutzen und min. in einer Unterüberschrift das Schlüsselwort verwenden.
  • Keine zu kurzen Artikel schreiben. Der Fließtext sollte min. 300 Wörter umfassen, auf keinen Fall weniger als 180 Wörter.
  • Benutzt das Schlüsselwort der Seite nicht zu oft und nicht zu selten. Das Verhältnis zwischen Text und Schlüsselwort sollte ca. 1-4,5% betragen, d. h. bei 300 Wörtern sollte das Schlüsselwort 3-13,5x vorkommen.
  • RSS-Feed und XML-Sitemap sollte für Eure Seite aktiviert sein.
  • Benutzt das Schlüsselwort einer Seite möglichst hauptsächlich auf dieser einen Seite, damit Eure Leser und Google ganz klar die wichtigste Seite zu dem Thema finden.
  • Verlinkt Eure Seite intern. Interne Links sind zuverlässiger zu verwalten und werden bei sinnvoller Nutzung von Google & Co. sehr geschätzt.

4. SEO-Tool

Nun ist es nicht einfach, genau das richtige Schlüsselwort zu finden und seine Entwicklung dauerhaft zu überwachen. Dafür bieten sich sogenannte SEO-Tools an, bei denen man seine eigenen Domains, als auch die der Konkurrenten überwachen kann und eigene sowie deren Schlüsselwörter prüfen kann.

Diese Tools bieten noch viele andere Funktionen:

  • Überwachung des Rankings Eurer Webprojekte
  • Keyword-Recherche
  • Überwachung von Backlinks
  • euer tatsächliches Google-Ranking und nicht die personalisierte Darstellung in eurem Browser
  • uvm.

Ein Problem dieser Tools will ich nicht verschweigen, sie kosten Geld und die meisten davon setzen ein monatliches Abo voraus, da die Betreiber Datenbanken aufrechterhalten und Suchanfragen bewältigen müssen.

Für einen Blogger macht aufgrund der hohen Preise der Platzhirsche im SEO-Bereich am ehesten die WISE SEO Suite Sinn, da man hier bereits bei 9,99 € einsteigen kann und ein leistungsstarkes Tool mit gutem Support erhält. Damit halten sich die Kosten für einen selbst gehosteten Blog durch ähnlich dimensionierte Servergebühren für den Webspace in einem vernünftigen monatlichen Rahmen.

Solltet ihr diese Grundlagen beherzigen, dürfte euch einem Einstieg in die Blogosphäre nichts im Wege stehen. Natürlich ist aller Anfang schwer und hier ist noch ein letzter Tipp für heute:

5. Vernetzung

Vernetzung bedeutet, dass ihr andere Blogs besuchen, dort kommentieren sollt, Web-Bekanntschaften schließen und vielleicht auch Gastbeiträge schreiben solltet. Nach und nach werdet ihr, sofern ihr Punkt 1 befolgt, damit in der Szene bekannter und auch darüber hinaus. Ihr solltet aber davon Abstand nehmen nach Backlinks und Seitenbesuchen zu betteln. Damit schadet ihr nur eurer Seite selbst.

Demnächst findet ihr hier bei WISE SEO noch mehr Tipps und eine Tutorial-Sektion für euren SEO Erfolg!

10 Kommentare
  1. Melinda
    Melinda sagte:

    Hallo Martin!

    Eine sehr gute und übersichtliche Zusammenfassung der wichtigen SEO-Kriterien auf die es wirklich ankommt!

    Wir haben früher auch oft auf kostenlose Theme für WordPress gesetzt, bis einmal ein Schadcode enthalten war…seit dieser Zeit nur noch Premium-Theme…da hat man wenigstens auch einen tollen Support und regelmäßige Updates.

    Monitoring der Seite würde ich dann empfehlen, wenn man wirklich vor hat mit dem Blog etwas zu erreichen, sprich Geld damit zu verdienen…Eure SEO-Suite ist der ideale Einstieg für eine professionelle Software für wenig Geld…und die Neuerungen in letzter Zeit finde ich sehr gut, denn so sieht man auch wirklich das man sich bei Euch um die SEO-Suite kümmert…

    Antworten
    • Martin
      Martin sagte:

      Hallo Melinda!

      Vielen Dank für dein freundliches Feedback.

      Es freut uns, dass dir unser Blogbeitrag gefällt.

      Wir wollen auch zukünftig mehr Infos in diesem Bereich an unsere Kunden und alle Interessierten weitergeben. Im Zuge des Redesigns werden wir außerdem eine umfangreiche Dokumentation der WISE SEO Suite und auch eine Schnellhilfe im Tool selbst aufbauen.

      Und wir werden auch durch zukünftige Beiträge und Tutorials versuchen allen näher zu bringen, wie man durch allgemeine Maßnahmen und natürlich mit der WISE SEO Suite als Blogger, Webmaster usw. mehr für sein Suchmaschinen-Ranking tun kann.

      Viele Grüße

      Martin

      Antworten
  2. Fabian
    Fabian sagte:

    Schöne Zusammenfassung, die auch Anfängern die wichtigsten Punkte beim SEO aufzeigt. Leider scheint etwas mit dem Link zum Tutorial von Yoast nicht zu stimmen. Bitte mal prüfen.

    Antworten
  3. Christian HInzmann
    Christian HInzmann sagte:

    Hi, ich nutze die WISESEO Suite, glaube ich, im 3. Jahr 🙂 und bin hochgradig zufrieden.
    Gerade im RankingScan ist das Tool sehr hilfreich und, ich glaube, ausgereift. Da wo ich mit Softwarelösungen teilweise minutenlang (es kann auch mal ne Stunde vergehen :() auf das Crawling warten muss, bekomme ich bei WISESEO alle relevanten Rankings in sekundenschnelle sozusagen auf einem Silbertablett präsentiert 🙂 … für mich nach wie vor die erste Wahl 🙂 die 30 Euronen sind sehr gut angelegt 🙂

    Antworten
  4. J.Grasberger
    J.Grasberger sagte:

    Hallo,

    wir benutzen die Wise SEo bereits im 3. Jahr. Wir haben die Erfahrung gemacht, das Wise eine gute Ergänzung ist, wer im professionellen Bereich arbeitet. Sicherlich,Suchmaschinenoptimierung bedeutet auch Erfahrungswerte mit einfließen zu lassen. Wer also mehrere Webseiten für Kunden optimiert, wird schnell feststellen, dass heute eine reine Onpage-Optimierung bei weitem nicht mehr ausreicht. Wie bereits meine Vorredner erwähnt haben, sind kostenlose Tools eben auch nur eine Lösung für den kleinen Geldbeutel. Ich kann nur von solchen Notlösungen abraten, obwohl manche Tools (zugegeben) einfach gut sind. Mein Tipp: Erstellt euch vom ersten Tag an ein System, was Ihr auch locker 3 Jahre nutzen könnt. Nehmt dazu etwas Geld in die Hand und stellt euch alle passenden Elemente zusammen, testet euer System mit dem neuen Wise-Tool,(verbessert letztendlich dadurch euren PR) Vergleicht eure Keywords – Ergebnisse und Content-Datenbestände. Falls eure Page in den Suchergebnissen abstürzt, könnt Ihr so effizient reagieren.

    Gutes Gelingen
    J.Grasberger
    firmen-webpage.eu

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